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Fachrollen ohne Schwerpunkt

Security Specialist

Security Specialist ist der häufigste deutsche Sicherheitstitel und nennt kein Fachgebiet: Die Stelle deckt in kleineren Teams mehrere Themen ab, von Technik bis Nachweis.

62 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Was man als Security Specialist verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 3.600 € 4.100 € 4.700 € 49.200 €
Mit Berufserfahrung 4.700 € 5.400 € 6.200 € 64.800 €
Mit langjähriger Erfahrung 6.000 € 7.000 € 8.200 € 84.000 €

Kein Titel dieses Portals streut so weit, weil er von der breit angelegten Betriebsstelle bis zur steuernden Rolle alles bezeichnet. Entscheidend sind die Branche und die Frage, wo die Stelle im Haus hängt: unter der IT-Leitung wird sie technisch bewertet, unter Risikomanagement oder Geschäftsführung eher steuernd und damit höher. Banken, Versicherungen und Industriekonzerne zahlen über dem Mittelstand; im öffentlichen Dienst und an Kliniken gelten feste Eingruppierungen. Angegeben ist das Grundgehalt in Vollzeit.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Security Specialist?

Das steht nicht im Titel, und das ist der wichtigste Hinweis zu diesem Beruf. Security Specialist, IT-Security Specialist, Spezialist Informationssicherheit, Information Security Professional – diese Bezeichnungen nennen kein Fachgebiet, weil die Stellen keines haben. Sie entstehen dort, wo eine Sicherheitsabteilung zu klein für Spezialisierung ist: In einem Haus mit drei Sicherheitsleuten gibt es keine Rolle für Detection Engineering und keine für Applikationssicherheit, sondern eine Stelle, die alles anfasst.

Erwarten Sie deshalb eine Mischung. Typisch sind: Schwachstellen bewerten und ihre Behebung nachhalten, Berechtigungen prüfen, an Firewall- und Endpunktregeln mitarbeiten, Sicherheitsanforderungen für Projekte formulieren, Lieferantenfragebögen beantworten und stellen, Awareness-Maßnahmen begleiten, Richtlinien pflegen, Meldungen aus den Schutzwerkzeugen durchsehen und im Vorfall mit anfassen. Wie viel davon Technik und wie viel Papier ist, schwankt zwischen zwei Anzeigen mit identischem Titel erheblich.

Wie wird man Security Specialist?

Über einen IT-Hintergrund und ein paar Jahre Praxis. Verlangt wird meist ein Studium der Informatik oder eine IT-Ausbildung – häufig der Fachinformatiker für Systemintegration – mit Erfahrung aus Administration, Netzwerk oder Betrieb. Ein Sicherheitszertifikat wird oft gewünscht und selten zur Bedingung gemacht; nützlich sind die Einstiegszertifikate der Sicherheitsverbände sowie plattformbezogene Nachweise zu dem, was im Haus läuft.

Für Umsteiger ist dieser Zuschnitt oft der realistischste Anfang in der IT-Sicherheit. Eine Stelle, die viele Themen anfasst, bringt in zwei Jahren mehr Überblick als eine Fachrolle in fünf. Der Preis ist, dass Sie in keinem Thema tief werden, solange Sie bleiben – und dass ein späterer Wechsel in eine Fachrolle erklärt werden muss, weil im Lebenslauf viel steht und wenig Tiefe erkennbar ist. Wer das weiß, kann gegensteuern und sich innerhalb der Stelle ein Thema als eigenes nehmen.

Was der Beruf verlangt

Selbstorganisation, weil niemand die Aufgaben ordnet. Bei breitem Zuschnitt bestimmen Zurufe den Tag, und wer nicht selbst Schwerpunkte setzt, arbeitet ein Jahr lang ausschließlich am Dringenden. Dazu kommt die Bereitschaft, Dinge zu tun, für die man nicht ausgebildet ist – Verträge lesen, Schulungen halten, Berichte schreiben, Fragebögen ausfüllen.

Die entscheidende Frage vor der Zusage ist nicht, was die Stelle heißt, sondern wo sie im Haus hängt. Eine Sicherheitsstelle unter der IT-Leitung ist meist eine technische; eine unter Risikomanagement, Revision oder Geschäftsführung ist meist eine steuernde. Dieselben Worte, zwei verschiedene Berufe. Nützliche Fragen: Wie viele arbeiten im Haus an Informationssicherheit, und wem berichten sie? Gibt es ein Managementsystem, und ist es zertifiziert, im Aufbau oder Absicht? Betreiben Sie Werkzeuge oder schreiben Sie Konzepte? Sind Sie zugleich der benannte Informationssicherheitsbeauftragte? Ist die Stelle neu, und warum ist der Vorgänger gegangen?

Aussichten

Die Nachfrage ist breit, weil die Zahl der Unternehmen mit Sicherheitspflichten durch NIS2 weit über die bisherigen KRITIS-Sektoren hinaus wächst – und in genau diesen Häusern beginnt Informationssicherheit mit einer einzigen Stelle. Für die Laufbahn ist das eine gute Ausgangslage: Von hier führen alle Wege weiter, in die Technik ebenso wie in die Steuerung, in die Beratung oder in die Beauftragtenrolle.

Aufgaben

  • Schwachstellen bewerten und ihre Behebung nachhalten
  • Berechtigungen prüfen und Abweichungen klären
  • An Firewall-, Endpunkt- und Zugangsregeln mitarbeiten
  • Sicherheitsanforderungen für Projekte und Beschaffungen formulieren
  • Lieferantenfragebögen beantworten und eigene stellen
  • Richtlinien pflegen und Awareness-Maßnahmen begleiten
  • Meldungen der Schutzwerkzeuge durchsehen und einordnen
  • Im Vorfall unterstützen und die Aufarbeitung dokumentieren

Voraussetzungen

  • IT-Ausbildung oder Studium mit mehrjähriger Praxis
  • Breite Kenntnisse in Systemen, Netzen und Berechtigungen
  • Grundverständnis von ISO/IEC 27001 oder IT-Grundschutz
  • Fähigkeit, eigene Schwerpunkte zu setzen
  • Bereitschaft, auch fachfremde Aufgaben zu übernehmen
  • Englisch für Werkzeuge, Quellen und Fragebögen

Wo man arbeitet

  • Mittelständische Industrie- und Dienstleistungsunternehmen
  • IT-Dienstleister und Beratungshäuser
  • Kliniken, Hochschulen und öffentlicher Dienst
  • Banken, Sparkassen und Versicherungen
  • Energie- und Wasserversorger

Der Weg in den Beruf

Ein Ausbildungsberuf dieses Namens gibt es nicht, und weil der Titel kein Fachgebiet nennt, gibt es auch keinen einheitlichen Weg. Verlangt wird meist ein Studium der Informatik oder Wirtschaftsinformatik oder eine IT-Ausbildung – häufig der Fachinformatiker für Systemintegration – mit mehreren Jahren Erfahrung aus Administration, Netzwerk oder Betrieb. Ein Sicherheitszertifikat wird oft gewünscht und selten zur Bedingung gemacht; nützlich sind die Einstiegszertifikate der Sicherheitsverbände und plattformbezogene Nachweise zu den im Haus eingesetzten Produkten.

Offene Stellen als Security Specialist

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