Entwicklung & Architektur
Security Engineer
Security Engineers setzen Schutzmaßnahmen technisch um: sie wählen Werkzeuge aus, integrieren sie in die vorhandene Umgebung und machen aus Vorgaben funktionierende Technik.
32 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Security Engineer verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 3.800 € | 4.300 € | 5.000 € | 51.600 € | |
| Mit Berufserfahrung | 4.900 € | 5.700 € | 6.600 € | 68.400 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 6.300 € | 7.400 € | 8.800 € | 88.800 € |
Die Spanne ist in diesem Beruf besonders weit, weil derselbe Titel für sehr verschiedene Zuschnitte verwendet wird – von der Betriebsstelle mit einem Werkzeug bis zur Rolle, die ein Sicherheitsprogramm technisch trägt. Am stärksten wirken Branche und Größe: Finanzwirtschaft, Softwarehäuser und Beratung zahlen über dem Mittelstand, der öffentliche Dienst folgt festen Eingruppierungen. Tarifbindung besteht außerhalb des öffentlichen Dienstes und der Metall- und Elektroindustrie selten. Angegeben ist das Grundgehalt ohne Rufbereitschaft und Prämien.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein Security Engineer?
Er baut. Zwischen der Vorgabe, die ein Konzept macht, und dem Betrieb, der sie tragen soll, liegt die Arbeit dieser Stelle: ein Werkzeug auswählen, es in eine vorhandene Umgebung einfügen, an Verzeichnisdienst, Protokollierung und Änderungsverfahren anschließen, es messbar machen und dem Betrieb übergeben. Der Beruf ist damit die breiteste technische Rolle der IT-Sicherheit und in den Anzeigen dieses Portals die häufigste.
Was konkret gebaut wird, entscheidet das Haus. Typisch sind der Anschluss neuer Protokollquellen an ein SIEM, die Einführung von Endpunkt- oder Erkennungsplattformen, Härtung von Servern und Abbildern, Verschlüsselung und Zertifikatsverwaltung, Schwachstellenmanagement mit Scannern und Nachverfolgung, Absicherung von Schnittstellen und die Automatisierung wiederkehrender Prüfungen. Dazu kommt Mitarbeit im Vorfall, denn wer die Technik gebaut hat, wird gerufen, wenn sie etwas zeigt.
Wie wird man Security Engineer?
Über einige Jahre in der IT, nicht über einen Sicherheitslehrgang. Die üblichen Herkünfte sind Administration, Netzwerk, Plattformbetrieb und Softwareentwicklung. Als Abschluss verlangen die meisten Anzeigen ein Studium der Informatik oder eine IT-Ausbildung mit einschlägiger Praxis; der Fachinformatiker für Systemintegration oder Anwendungsentwicklung mit einigen Jahren Erfahrung wird regelmäßig akzeptiert.
Die Nachweise sind gemischt, und darin liegt eine Besonderheit dieser Rolle. Für die Plattformen, die Sie betreiben, zählen Herstellerzertifizierungen; für die Cloud die Sicherheitsprüfungen der Anbieter; für die Breite CISSP, das fünf Jahre Berufserfahrung in zwei von acht Domänen verlangt und ohne diese nur zum Associate führt. Wer praktisch prüfen will, ergänzt OSCP; wer in Richtung Steuerung geht, CISM. Nützlicher als jedes weitere Zertifikat ist eine Liste dessen, was Sie selbst in Betrieb genommen haben.
Was der Beruf verlangt
Die Fähigkeit, mit fremden Systemen zu arbeiten, die man nicht ändern darf. Eine Schutzmaßnahme muss in eine Umgebung passen, die über Jahre gewachsen ist, und in dieser Umgebung hat jeder Eingriff Nebenwirkungen. Ein erheblicher Teil der Arbeit besteht deshalb im Abstimmen, im Testen und im Zurückrollen.
Dazu kommt die Rolle als Vermittler. Sie stehen zwischen einer Vorgabe, die vollständig sein will, und einem Betrieb, der Verfügbarkeit schuldet. Wer nur eine der beiden Seiten vertritt, bekommt entweder nichts umgesetzt oder nichts abgesichert. Rufbereitschaft gehört in vielen Häusern zur Stelle, Änderungen liegen in Wartungsfenstern, und im schweren Vorfall gibt es keine Arbeitszeit. Ansonsten sind die Zeiten regulär, und ein großer Teil der Arbeit lässt sich ortsunabhängig erledigen.
Aussichten
Die Aussichten sind die besten in diesem Feld, weil diese Rolle die Brücke zwischen Konzept und Betrieb ist und beide Seiten wachsen. Regulatorisch erzeugen NIS2 und DORA Maßnahmen, die jemand technisch umsetzen muss; technisch erzeugen Cloud, Fernarbeit und die Zahl vernetzter Geräte laufend neue Angriffsflächen. Weil die Rolle breit ist, sind die Wege heraus breit: Spezialisierung in Cloud-, Applikations-, Netz- oder OT-Sicherheit, Wechsel in die Sicherheitsarchitektur, in die Beratung oder in die Leitung eines Sicherheitsteams.
Aufgaben
- Schutzwerkzeuge auswählen, einführen und integrieren
- Protokollquellen anbinden und Auswertung sicherstellen
- Server, Abbilder und Dienste härten
- Verschlüsselung und Zertifikatsverwaltung betreiben
- Schwachstellen scannen, bewerten und Behebung nachverfolgen
- Wiederkehrende Prüfungen automatisieren
- Maßnahmen mit Betrieb und Fachbereichen abstimmen
- Im Vorfall technisch unterstützen und aufarbeiten
Voraussetzungen
- Studium der Informatik oder IT-Ausbildung mit mehrjähriger Praxis
- Erfahrung in Administration, Netzwerk oder Entwicklung
- Kenntnis von Betriebssystemen, Verzeichnisdiensten und Protokollen
- Skriptkenntnisse für Automatisierung
- Bereitschaft zu Wartungsfenstern und Rufbereitschaft
- Englisch für Werkzeuge, Dokumentation und Hersteller
Wo man arbeitet
- IT-Dienstleister und Systemhäuser
- Banken, Versicherungen und Finanzdienstleister
- Industriekonzerne und großer Mittelstand
- Softwarehäuser und Produktunternehmen
- Öffentlicher Dienst, Kliniken und Hochschulen
Der Weg in den Beruf
Ein Ausbildungsberuf dieses Namens gibt es nicht. Üblich ist ein Studium der Informatik, der Wirtschaftsinformatik oder der IT-Sicherheit; ebenso regelmäßig akzeptiert wird die Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration oder Anwendungsentwicklung mit mehreren Jahren einschlägiger Praxis aus Administration, Netzwerk, Plattformbetrieb oder Entwicklung. Aufbauend zählen Herstellerzertifizierungen für die betriebenen Plattformen, die Sicherheitsprüfungen der Cloud-Anbieter und für die fachliche Breite CISSP, das fünf Jahre Berufserfahrung in zwei von acht Domänen verlangt.
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