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Beratung & Vertrieb

Security Sales & Presales

Security Sales und Presales verkaufen Sicherheitsprodukte und -dienste: der Vertrieb trägt die Zahl, der Presales-Teil bringt die Technik in den Termin und schreibt das Angebot.

11 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Was man als Security Sales & Presales verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 3.800 € 4.400 € 5.100 € 52.800 €
Mit Berufserfahrung 5.000 € 5.900 € 7.000 € 70.800 €
Mit langjähriger Erfahrung 6.500 € 7.800 € 9.500 € 93.600 €

Das Gehalt besteht in diesem Beruf aus zwei Teilen, und nur einer ist sicher. Angegeben ist das Grundgehalt; darauf kommt ein variabler Anteil aus Zielvereinbarungen, der im Vertrieb häufig zwischen einem Viertel und der Hälfte des Zielgehalts ausmacht und im Presales kleiner ausfällt. Entscheidend sind deshalb die Bedingungen: Deckelung, Stornoregelungen und der Zeitpunkt der Fälligkeit. Dazu kommen häufig ein Dienstwagen und Spesen. Die nützlichste Frage ist, wie viele im Team ihr Ziel erreicht haben.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Security Sales Manager?

Er verkauft Sicherheitsprodukte und -dienste an Unternehmen – Firewalls und Endpunktschutz, SIEM- und Erkennungsdienste, ein ausgelagertes Security Operations Center, Beratung und Prüfleistungen. Die Arbeit besteht aus dem Aufbau und der Pflege von Kontakten, aus Qualifizierung – lohnt dieser Interessent den Aufwand –, aus Angeboten und Verhandlungen und aus der Betreuung bestehender Kunden, in der ein großer Teil des Geschäfts entsteht. Über allem steht eine Zahl, die am Ende des Quartals und des Jahres erreicht sein soll.

Der Presales-Teil ist eine eigene Rolle und technisch. Als Solution oder Sales Engineer bauen Sie Testaufbauten und Vorführungen, beantworten die Fragen, die der Vertrieb nicht beantworten kann, bearbeiten Ausschreibungsunterlagen und schreiben den technischen Teil des Angebots. Sie tragen keine Umsatzzahl allein, hängen aber am selben Takt. Für viele Techniker ist dies der verträglichste Weg in den Vertrieb.

Wie wird man Security Sales Manager?

Über zwei Wege, und der zweite wird unterschätzt. Der erste ist der kaufmännische: eine kaufmännische Ausbildung oder ein Studium der Betriebswirtschaft und Vertriebserfahrung im IT-Umfeld. Was dabei verlangt wird, ist nicht Produktwissen, sondern die Fähigkeit, ein Geschäft über Monate zu führen.

Der zweite kommt aus der Technik. Administratoren, Engineers und Consultants, die gut erklären können, sind im Presales gesucht und brauchen dafür keinen betriebswirtschaftlichen Abschluss. Wer diesen Weg geht, sollte wissen, dass der Rückweg in eine rein technische Rolle nach einigen Jahren schwerer wird, weil die Hände aus der Praxis heraus sind.

Die Nachweise sind fast durchgehend Herstellerzertifizierungen – zu Firewalls, Endpunkt- und Cloud-Sicherheitsprodukten. Sie werden von Hersteller oder Arbeitgeber bezahlt und verlangt, weil Partnerstufen davon abhängen. Ein CISSP oder CISM ist im Vertrieb nicht üblich; wer fachliche Tiefe belegen will, tut es über Projekte.

Was der Beruf verlangt

Die Bereitschaft, an einer Zahl gemessen zu werden. Ein Teil des Gehalts ist variabel und an Zielvereinbarungen gebunden, deren Bedingungen im Vertrag stehen – Deckelung, Stornoregelungen, der Zeitpunkt, an dem Provision fällig wird. Diese Bedingungen gehören vor der Zusage gelesen, und die nützlichste Frage im Gespräch ist, wie viele im Team ihr Ziel im letzten Jahr erreicht haben.

Dazu kommen Reisetage, Messen und Termine beim Kunden sowie lange Abschlusszyklen: Ein größeres Sicherheitsvorhaben wird über Monate entschieden, und in dieser Zeit ändern sich Ansprechpartner und Budgets. Wer schnelle Erfolge braucht, findet sie hier nicht. Und eine Grenze gehört dazu: Sicherheit wird mit Angst verkauft, und wer das tut, verliert den Kunden beim zweiten Gespräch. Belastbar bleibt nur, wer erklärt statt zu drohen.

Aussichten

Die Nachfrage nach Vertriebsleuten mit Sicherheitskenntnis ist hoch, weil der Markt wächst und weil die Zahl derer, die beides können, klein ist. Regulatorischer Druck hilft dem Absatz: NIS2, DORA und die Anforderungen großer Abnehmer erzeugen Beschaffungen, die vorher niemand geplant hatte. Weiterwege führen in die Leitung eines Vertriebsgebiets, in das Partner- und Channelgeschäft, in das Produktmanagement und in die Geschäftsführung kleinerer Sicherheitsanbieter.

Aufgaben

  • Interessenten gewinnen, qualifizieren und über Monate begleiten
  • Bestandskunden betreuen und Verträge verlängern
  • Angebote erstellen, kalkulieren und verhandeln
  • Testaufbauten und Vorführungen für Kunden aufsetzen
  • Technische Teile von Angeboten und Ausschreibungen bearbeiten
  • Mit Herstellern und Distributoren zusammenarbeiten
  • Messen, Veranstaltungen und Kundentermine wahrnehmen
  • Vertriebszahlen planen und berichten

Voraussetzungen

  • Vertriebserfahrung im IT-Umfeld oder technische Praxis mit Erklärfähigkeit
  • Grundverständnis der verkauften Sicherheitstechnik
  • Bereitschaft, an Zielvereinbarungen gemessen zu werden
  • Reisebereitschaft und Führerschein Klasse B
  • Verhandlungssicheres Auftreten gegenüber IT- und Geschäftsleitungen
  • Englisch für Hersteller und internationale Kunden

Wo man arbeitet

  • Hersteller von Sicherheitsprodukten
  • Distributoren und Systemhäuser
  • IT-Dienstleister mit Sicherheitsportfolio
  • Beratungshäuser mit eigenem Vertrieb
  • Telekommunikations- und Cloud-Anbieter

Der Weg in den Beruf

Einen Ausbildungsberuf dieses Namens gibt es nicht. Der kaufmännische Weg führt über eine kaufmännische Ausbildung oder ein Studium der Betriebswirtschaft und Vertriebserfahrung im IT-Umfeld. Der technische Weg führt aus Administration, Engineering oder Beratung in den Presales und von dort teils weiter in den Vertrieb; ein betriebswirtschaftlicher Abschluss ist dafür nicht erforderlich. Die üblichen Nachweise sind Herstellerzertifizierungen zu den vertriebenen Produkten, weil Partnerstufen daran hängen; sie werden in der Regel von Hersteller oder Arbeitgeber bezahlt.

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