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Beratung & Vertrieb

Security Consultant

Security Consultants arbeiten im Auftrag fremder Unternehmen: sie bauen Managementsysteme auf, prüfen Architekturen, begleiten Zertifizierungen und untersuchen Vorfälle.

31 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Was man als Security Consultant verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 3.800 € 4.300 € 5.000 € 51.600 €
Mit Berufserfahrung 5.000 € 5.800 € 6.800 € 69.600 €
Mit langjähriger Erfahrung 6.600 € 7.800 € 9.500 € 93.600 €

Beratungshäuser zahlen für dieselbe Erfahrung meist mehr als interne Stellen und verlangen dafür Auslastung und Reisetage. Der Verdienst steigt in diesem Beruf stärker mit der Stufe als mit den Jahren: Die Häuser führen feste Laufbahnen von Consultant über Senior und Manager bis zum Partner, und jeder Schritt ist eine eigene Gehaltsstufe. Variable Bestandteile aus Ziel- und Umsatzvereinbarungen sind verbreitet und bei den oberen Stufen erheblich. Angegeben ist das Grundgehalt in Vollzeit.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Security Consultant?

Er verkauft Arbeitszeit an Häuser, die eine Aufgabe selbst nicht bewältigen. Die Aufträge zerfallen in wenige Typen. Aufbau: ein Managementsystem nach ISO 27001 oder IT-Grundschutz einrichten und bis zur Zertifizierung führen. Prüfung: eine Architektur, eine Cloud-Umgebung oder ein Berechtigungswesen bewerten und Befunde berichten. Umsetzung: ein Produkt einführen, ein Rollenmodell bauen, eine Segmentierung planen. Und Vorfallarbeit: untersuchen, was passiert ist, und aufräumen.

Der Alltag ist dabei anders, als der Begriff vermuten lässt. Ein erheblicher Teil der Zeit geht in Angebote, Berichte, Abstimmungstermine und Dokumentation. Die Stunden werden gezählt, und die Auslastung – der Anteil fakturierbarer Tage – bestimmt den Takt stärker als jedes einzelne Projekt. In Häusern mit Prüfauftrag kommt die Trennung von Beratung und Prüfung dazu: Wer prüft, darf nicht zugleich umsetzen, was er bewertet.

Wie wird man Security Consultant?

Auf zwei Wegen. Der eine führt über ein Einstiegsprogramm direkt nach dem Studium: Informatik, Wirtschaftsinformatik, IT-Sicherheit, teils auch Betriebswirtschaft mit IT-Schwerpunkt. Dort läuft man Jahre in Projekten mit und lernt an fremden Häusern. Der andere kommt aus der Praxis und ist der stärkere: Wer selbst ein ISMS betrieben, ein SOC aufgebaut oder eine Umgebung administriert hat, bringt mit, was einem Berater aus dem Lehrbuch fehlt.

Die Zertifikate sind hier Eintrittskarten und werden von den Häusern oft bezahlt. Für die Prüfseite CISA und Auditorenqualifikationen nach ISO 27001, für die Steuerungsseite CISM, für die technische Breite CISSP – alle drei mit mehrjährigem Erfahrungsnachweis. Für technische Beratung zählen plattformbezogene Nachweise der Hersteller, für offensive Prüfungen das OSCP. In der Automobilzulieferkette ist TISAX-Kenntnis gefragt, in der Finanzwirtschaft DORA.

Was der Beruf verlangt

Reisebereitschaft, auch wenn viele Häuser inzwischen überwiegend aus der Ferne arbeiten, und die Fähigkeit, sich in fremde Organisationen schnell einzufinden. Sie arbeiten mit Menschen, die Sie nicht ausgewählt haben, in Abläufen, die Sie nicht kennen, unter einem Budget, das jemand anders zugesagt hat.

Der ehrlichste Hinweis zu diesem Beruf ist, dass Sie Empfehlungen schreiben, deren Umsetzung Sie selten erleben. Wer sehen will, dass etwas dauerhaft besser wird, ist in einer Festanstellung auf Dauer zufriedener. Wer Abwechslung und Tempo sucht, sieht in zwei Jahren mehr Häuser als ein Angestellter in zwanzig – und das ist die beste Schule, die dieses Feld zu bieten hat. Dazu kommen Phasen mit deutlich mehr als vierzig Stunden, wenn ein Abgabetermin oder eine Zertifizierung ansteht.

Aussichten

Die Nachfrage ist hoch, weil der Mittelstand Pflichten erfüllen muss, für die er kein eigenes Personal hat. NIS2 erweitert den Kreis dieser Unternehmen erheblich, DORA bindet die Finanzwirtschaft, TISAX die Fahrzeugzulieferer – und jede dieser Anforderungen erzeugt Beratungsbedarf. Die Fluktuation ist hoch: Viele wechseln nach einigen Jahren auf die Seite der Auftraggeber, und die Beratungserfahrung ist dort ein starkes Eintrittsbillett. Weiterwege führen in die Leitung von Beratungseinheiten, in die Partnerschaft oder in interne Führungsrollen.

Aufgaben

  • Managementsysteme nach ISO 27001 oder IT-Grundschutz aufbauen
  • Zertifizierungen und Audits beim Kunden begleiten
  • Architekturen, Cloud-Umgebungen und Berechtigungen bewerten
  • Befunde berichten und Maßnahmen vorschlagen
  • Produkte und Verfahren beim Kunden einführen
  • Vorfälle untersuchen und Aufarbeitung begleiten
  • Angebote schreiben und Aufwände schätzen
  • Ergebnisse in Abschlussterminen vertreten

Voraussetzungen

  • Studium oder IT-Ausbildung mit einschlägiger Praxis
  • Kenntnis der Rahmenwerke, meist ISO 27001 oder IT-Grundschutz
  • Fähigkeit, Befunde verständlich zu berichten
  • Bereitschaft zu Reisetagen und hoher Auslastung
  • Sicheres Auftreten gegenüber fremden Leitungsebenen
  • Englisch für internationale Kunden und Projekte

Wo man arbeitet

  • Beratungshäuser und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften
  • IT-Dienstleister und Systemhäuser
  • Prüf- und Zertifizierungsorganisationen
  • Spezialisierte Sicherheitsberatungen
  • Interne Beratungseinheiten großer Konzerne

Der Weg in den Beruf

Ein Ausbildungsberuf dieses Namens gibt es nicht. Üblich ist ein Studium der Informatik, Wirtschaftsinformatik, IT-Sicherheit oder Betriebswirtschaft mit IT-Schwerpunkt, entweder über ein Einstiegsprogramm direkt nach dem Abschluss oder nach mehreren Jahren Praxis auf der Betreiberseite; der zweite Weg wiegt in Bewerbungen mehr. Aufbauend zählen CISA und Auditorenqualifikationen nach ISO 27001 für die Prüfseite, CISM für die Steuerung und CISSP für die technische Breite – alle mit mehrjährigem Erfahrungsnachweis. Die Häuser übernehmen die Kosten in der Regel.

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