Entwicklung & Architektur
DevSecOps Engineer
DevSecOps Engineers bauen Sicherheitsprüfungen in die Entwicklungs- und Bereitstellungskette ein, damit Schwachstellen vor der Auslieferung auffallen und nicht danach.
15 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als DevSecOps Engineer verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 4.000 € | 4.500 € | 5.200 € | 54.000 € | |
| Mit Berufserfahrung | 5.200 € | 6.000 € | 7.000 € | 72.000 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 6.800 € | 7.800 € | 9.200 € | 93.600 € |
Dieser Beruf liegt am oberen Rand der technischen Rollen, weil er Entwicklungs- und Betriebserfahrung zugleich verlangt und beide Seiten knapp sind. Am stärksten wirken die Branche und die Größe des Hauses: Softwareunternehmen und Finanzdienstleister zahlen mehr als der Mittelstand, der öffentliche Dienst folgt festen Eingruppierungen und liegt darunter. Tarifverträge sind außerhalb des öffentlichen Dienstes und der Metall- und Elektroindustrie selten. Angegeben ist das Grundgehalt in Vollzeit ohne Prämien.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein DevSecOps Engineer?
Er baut Sicherheit in den Weg, den Software vom Quellcode bis in den Betrieb nimmt. Praktisch heißt das: Prüfungen in die Bereitstellungskette einhängen – statische Codeanalyse, Abhängigkeits- und Lizenzprüfung, Scans der Container-Abbilder, Prüfungen der Infrastrukturbeschreibung, Suche nach versehentlich eingecheckten Geheimnissen. Dazu kommt die Verwaltung dieser Geheimnisse selbst, die Härtung der Laufzeitumgebung, meist Kubernetes, und die Frage, wer in der Kette überhaupt etwas verändern darf.
Der zweite, oft größere Teil ist nicht technisch. Ein Befund ist erst erledigt, wenn ein Entwicklungsteam ihn behebt, und dieses Team hat eigene Termine. Die Arbeit besteht deshalb zu einem erheblichen Teil darin, Prüfungen so zu bauen, dass sie nicht im Weg stehen: wenige, gut erklärte Befunde statt tausend Warnungen, klare Regeln, wann ein Bau abbricht, und ein Weg, eine Ausnahme sauber zu genehmigen statt sie zu umgehen.
Wie wird man DevSecOps Engineer?
Über die Entwicklung oder über den Betrieb, nicht über die Sicherheit. Die Stellen setzen fast immer voraus, dass Sie vorher selbst gebaut oder betrieben haben: eine Sprache, eine Bereitstellungskette, Container, eine Cloud-Umgebung. Üblich sind ein Studium der Informatik oder der Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung mit anschließenden Jahren in der Entwicklung oder im Plattformbetrieb. Ein Sicherheitslehrgang ohne diese Praxis reicht für diesen Beruf nicht.
Die nützlichen Nachweise sind plattformbezogen: Zertifizierungen zu Kubernetes, zu AWS oder Azure, dazu die Sicherheitsprüfungen der Anbieter. Wer den Anschluss an die Anwendungssicherheit sucht, arbeitet mit den Vorgaben und Prüflisten der OWASP; sie sind kostenlos, in der Praxis verbreitet und in Gesprächen ein besserer Beleg als ein allgemeines Managementzertifikat.
Was der Beruf verlangt
Zuerst die Bereitschaft, überzeugen zu müssen. Sie bauen Hürden in die Arbeit anderer ein und werden daran gemessen, ob diese Hürden akzeptiert werden. Wer Sicherheit als Verbotsschild versteht, wird umgangen – und zwar wirksam, weil Entwicklungsteams das technisch können. Die wiederkehrende Erfahrung ist deshalb, dass die Durchsetzung über Nützlichkeit läuft und nicht über Anweisungen.
Fachlich verlangt der Beruf, mit einer hohen Änderungsrate zu leben. Abhängigkeiten, Basisabbilder und Werkzeuge veralten in Wochen, und ein großer Teil der Arbeit ist Pflege. Dazu kommt Bereitschaftsdienst, wo die Kette selbst zum kritischen Dienst gehört. Die Arbeitszeiten sind ansonsten regulär, und dieser Beruf ist einer der wenigen, in denen überwiegend ortsunabhängig gearbeitet wird.
Aussichten
Die Nachfrage ist hoch und bleibt es, weil die Zahl der Systeme wächst und die Prüfung von Hand nicht mitkommt. Zwei Entwicklungen treiben sie zusätzlich: die Anforderungen an die Nachvollziehbarkeit von Software und ihren Bestandteilen, die inzwischen von Kunden und Regulierung verlangt wird, und die Verlagerung von Anwendungen in Cloud-Umgebungen, in denen Konfiguration und Identität die eigentlichen Angriffsflächen sind. Weiterwege führen in die Sicherheitsarchitektur, in die Plattformverantwortung und in die Leitung eines Plattform- oder Sicherheitsteams.
Aufgaben
- Sicherheitsprüfungen in Bereitstellungsketten einhängen und pflegen
- Abhängigkeiten, Container-Abbilder und Infrastrukturbeschreibungen prüfen
- Verwaltung von Geheimnissen aufbauen und Funde im Quellcode beseitigen
- Laufzeitumgebungen, meist Kubernetes, härten und überwachen
- Befunde bewerten, priorisieren und mit Entwicklungsteams klären
- Regeln für Abbruch, Ausnahme und Freigabe festlegen
- Berechtigungen in der Bereitstellungskette einschränken
- Entwicklungsteams zu sicherer Umsetzung beraten und schulen
Voraussetzungen
- Praxis in Softwareentwicklung oder Plattformbetrieb
- Erfahrung mit Bereitstellungsketten, Containern und Kubernetes
- Kenntnisse in einer Cloud-Umgebung und ihrer Rechteverwaltung
- Verständnis für gängige Schwachstellenklassen in Anwendungen
- Fähigkeit, Prüfungen so zu bauen, dass Teams sie annehmen
- Englisch für Werkzeuge, Dokumentation und Teams
Wo man arbeitet
- Softwarehäuser und Produktunternehmen
- IT-Dienstleister und Beratungshäuser
- Banken, Versicherungen und Finanzdienstleister
- Industrieunternehmen mit eigener Softwareentwicklung
- Öffentlicher Dienst und Forschungseinrichtungen
Der Weg in den Beruf
Einen Ausbildungsberuf dieses Namens gibt es nicht, und der Zugang führt nicht über die Sicherheit, sondern über die Entwicklung oder den Plattformbetrieb. Üblich sind ein Studium der Informatik oder der Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung mit mehreren Jahren Praxis in einer Sprache, einer Bereitstellungskette und einer Cloud-Umgebung. Aufbauend zählen Zertifizierungen zu Kubernetes und zu AWS oder Azure einschließlich ihrer Sicherheitsprüfungen; für die Anwendungssicherheit sind die Vorgaben und Prüflisten der OWASP der verbreitete fachliche Bezug.
Offene Stellen als DevSecOps Engineer
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