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Abwehr & Überwachung

Network Security Engineer

Network Security Engineers betreiben und planen die Sicherheit im Netz: Firewalls, Segmentierung, Fernzugriffe und die Übergänge zwischen Standorten, Cloud und Internet.

25 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Was man als Network Security Engineer verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 3.600 € 4.100 € 4.700 € 49.200 €
Mit Berufserfahrung 4.600 € 5.300 € 6.100 € 63.600 €
Mit langjähriger Erfahrung 5.900 € 6.800 € 8.000 € 81.600 €

Entscheidend sind die Herstellerplattform und die Frage, ob Rufbereitschaft vergütet wird oder im Gehalt aufgeht – in diesem Beruf ist das der Punkt, an dem zwei ähnlich aussehende Angebote weit auseinanderliegen. Systemhäuser zahlen oft ein niedrigeres Grundgehalt und rechnen Bereitschaft und Projektzuschläge dazu; Industrie und Finanzwirtschaft zahlen höher und verlangen dieselbe Verfügbarkeit. Im öffentlichen Dienst und bei Sparkassen gelten Tarifverträge mit festen Eingruppierungen. Angegeben ist das Grundgehalt ohne Zuschläge.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Network Security Engineer?

Er verantwortet die Sicherheit dort, wo Datenverkehr fließt. Das beginnt bei den Firewalls – Regelwerke pflegen, Änderungen prüfen, Altlasten abbauen – und reicht über die Segmentierung der Netze, die Anbindung von Standorten und Cloud-Umgebungen, die Fernzugriffe für Beschäftigte und Dienstleister bis zu den Systemen, die Verkehr prüfen und Angriffe abweisen. Hersteller stehen in diesem Beruf fast immer im Stellentitel: Fortinet, Palo Alto, Cisco, Sophos, Check Point.

Der zweite Teil ist Betrieb im engeren Sinn: Aktualisierungen einspielen, Ausfälle beheben, Durchsatz und Verfügbarkeit im Auge behalten, Störungen zwischen Netz, Anwendung und Endgerät eingrenzen. Der dritte ist Projektarbeit – ein Standort kommt dazu, eine Firewall wird ausgetauscht, ein Netz wird getrennt, ein Zero-Trust-Modell wird eingeführt. In vielen Häusern ist diese Stelle nicht von der allgemeinen Netzwerkadministration getrennt, sondern deren Sicherheitsanteil.

Wie wird man Network Security Engineer?

Das ist der klassische Aufstieg aus dem Netzwerkbetrieb, und er ist der zuverlässigste Weg in die IT-Sicherheit überhaupt. Wer als Fachinformatiker für Systemintegration gelernt und einige Jahre Netze betreut hat, bringt genau das mit, was verlangt wird: Verständnis für Adressierung, Vermittlung, Namensauflösung und Verschlüsselung auf der Leitung. Ein Studium der Informatik oder der Elektrotechnik ist ein zweiter Weg, aber nicht der häufigere.

Die Nachweise sind fast durchgehend Herstellerzertifizierungen, und sie sind hier mehr wert als in jedem anderen Bereich, weil sie eine Plattform belegen, die im Haus tatsächlich läuft. Die Laufbahnen von Cisco, Fortinet, Palo Alto und Check Point sind der Marktstandard; sie werden meist vom Arbeitgeber bezahlt, weil Partnerstufen daran hängen. Ein CISSP kommt später dazu, wenn die Stelle in Richtung Architektur geht.

Was der Beruf verlangt

Sorgfalt bei Änderungen, die alle betreffen. Eine falsche Firewallregel nimmt eine Abteilung vom Netz oder öffnet einen Weg, den niemand bemerkt. Deshalb liegen Änderungen in Wartungsfenstern, oft abends oder am Wochenende, und deshalb gehört Rufbereitschaft in vielen Häusern zur Stelle. Wer wissen will, was ihn erwartet, fragt nach dem Änderungsverfahren und nach der Größe des Regelwerks.

Der zweite Punkt ist eine Dauerspannung: Sie werden gerufen, wenn etwas nicht funktioniert, und die Firewall ist der erste Verdächtige. Ein guter Teil der Arbeit besteht darin, nachzuweisen, dass das Problem woanders liegt. Der dritte ist der Altbestand. Regelwerke wachsen über Jahre, niemand traut sich, eine Regel zu löschen, und irgendwann ist keine Aussage mehr möglich. Diesen Bestand aufzuräumen ist undankbar, notwendig und in Anzeigen selten erwähnt.

Aussichten

Die Nachfrage ist stabil hoch und wird von zwei Seiten getragen. Erstens ist dies der Bereich, den nahezu jedes Unternehmen mit eigener IT besetzen muss; zweitens verschieben Cloud-Nutzung und Zero-Trust-Modelle die Netzgrenzen, ohne die Arbeit abzuschaffen – sie verlagern sie in Identität und Anwendungssteuerung. In der Industrie kommt die Trennung von Büro- und Produktionsnetz dazu, die ohne Netzkenntnis nicht zu machen ist. Weiterwege führen in die Sicherheitsarchitektur, in die Netz- oder Infrastrukturleitung und in die Beratung bei Systemhäusern.

Aufgaben

  • Firewallregeln pflegen, prüfen und Altbestände abbauen
  • Netze segmentieren und Übergänge absichern
  • Standorte und Cloud-Umgebungen sicher anbinden
  • Fernzugriffe für Beschäftigte und Dienstleister einrichten
  • Systeme zur Verkehrsprüfung betreiben und auswerten
  • Aktualisierungen und Austausch von Geräten planen
  • Störungen eingrenzen und Ursachen nachweisen
  • Änderungen dokumentieren und im Änderungsverfahren begründen

Voraussetzungen

  • IT-Ausbildung oder Studium mit Praxis im Netzwerkbetrieb
  • Sichere Kenntnisse in Adressierung, Vermittlung und Verschlüsselung
  • Erfahrung mit mindestens einer Firewallplattform
  • Sorgfalt bei Änderungen mit weitreichender Wirkung
  • Bereitschaft zu Wartungsfenstern und Rufbereitschaft
  • Herstellerzertifizierung oder die Bereitschaft, sie zu erwerben

Wo man arbeitet

  • Systemhäuser und IT-Dienstleister
  • Industrieunternehmen und Mittelstand mit eigener IT
  • Banken, Sparkassen und Versicherungen
  • Öffentlicher Dienst, Kliniken und Hochschulen
  • Energie- und Wasserversorger

Der Weg in den Beruf

Ein Ausbildungsberuf dieses Namens gibt es nicht. Der häufigste Weg führt über die Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration und einige Jahre im Netzwerkbetrieb; ein Studium der Informatik oder Elektrotechnik ist ein zweiter, seltenerer Weg. Aufbauend sind Herstellerzertifizierungen der Marktstandard – die Laufbahnen von Cisco, Fortinet, Palo Alto und Check Point –, und sie werden in der Regel vom Arbeitgeber bezahlt, weil Partnerstufen daran hängen. Wer später in die Architektur will, ergänzt CISSP oder eine Architekturzertifizierung.

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