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Einstieg & Studium

Studium & Berufseinstieg

Der Einstieg in die IT-Sicherheit läuft über duales Studium, Werkstudentenstellen und Praktika oder über eine IT-Ausbildung mit späterem Wechsel – einen Ausbildungsberuf dafür gibt es nicht.

17 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Was man als Studium & Berufseinstieg verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 3.300 € 3.800 € 4.400 € 45.600 €
Mit Berufserfahrung 4.400 € 5.000 € 5.800 € 60.000 €
Mit langjähriger Erfahrung 5.600 € 6.400 € 7.400 € 76.800 €

Die angegebenen Werte gelten für die erste reguläre Stelle nach dem Abschluss, nicht für die Ausbildungszeit. Während des dualen Studiums zahlt der Betrieb eine Studienvergütung, die deutlich unter jedem Einstiegsgehalt liegt und mit ihm nicht vergleichbar ist; Werkstudentenstellen werden nach Stunden vergütet. Beim Berufseinstieg wirkt die Branche stärker als der Abschluss: Banken, Fahrzeugbau sowie Luft- und Raumfahrt zahlen über dem Mittelstand, der öffentliche Dienst folgt festen Eingruppierungen.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht man beim Berufseinstieg in die IT-Sicherheit?

Zuarbeit, und das ist keine Kränkung, sondern der Weg, auf dem in diesem Feld gelernt wird. Wer neu ist, bearbeitet Meldungen mit niedriger Priorität, pflegt Bestands- und Schwachstellenlisten, testet Regeln, bereitet Auswertungen vor, schreibt Dokumentation und begleitet Erfahrenere in Projekte und Gespräche. Im dualen Studium wechseln dazu Theorie- und Praxisphasen, und die Praxisphasen führen meist durch mehrere Abteilungen: Betrieb, Netzwerk, Sicherheitsteam, oft auch Entwicklung.

Wer als Werkstudent oder Praktikant beginnt, arbeitet häufig an einem abgegrenzten Thema – eine Auswertung, ein Testaufbau, eine Bewertung eines Werkzeugs, eine Awareness-Aktion. Abschlussarbeiten werden in diesem Feld einzeln und mit sehr konkretem Thema ausgeschrieben; sie sind der Weg, mit dem viele Hochschulabsolventen in ihren ersten Arbeitgeber hineinkommen.

Wie wird man IT-Sicherheitsfachkraft?

Es gibt keinen Ausbildungsberuf für IT-Sicherheit. Das ist die wichtigste Auskunft für Schulabgänger, und sie erspart eine vergebliche Suche. Drei Wege stehen offen.

Der erste ist das duale Studium: drei bis dreieinhalb Jahre, Bachelor of Science in IT-Sicherheit, Cyber Security oder Informatik mit Schwerpunkt, mit Vertrag und Vergütung beim Unternehmen. Die Plätze werden früh ausgeschrieben, oft mehr als ein Jahr vor dem Beginn.

Der zweite ist die duale Ausbildung zum Fachinformatiker – Fachrichtung Systemintegration für den Betrieb, Anwendungsentwicklung für die Software –, danach einige Jahre in Administration, Netzwerk oder Entwicklung und dann der Wechsel. Dieser Weg ist der häufigste in der Praxis, und er ist kein Umweg: Sicherheit setzt auf Systemkenntnis auf.

Der dritte ist das reguläre Studium der Informatik oder IT-Sicherheit mit einer Werkstudentenstelle im Sicherheitsteam. Sie ist die günstigste Möglichkeit herauszufinden, ob dieser Beruf passt.

Was der Einstieg verlangt

Geduld. Die große Mehrheit der Sicherheitsstellen verlangt Berufserfahrung, und die ausdrücklich ohne sie ausgeschriebenen Stellen sind ein kleiner Teil des Marktes. Wer gerade fertig ist, konkurriert um wenige Plätze; der Weg über eine allgemeine IT-Rolle ist oft schneller als das Warten auf eine Einstiegsstelle in der Sicherheit.

Im dualen Studium verlangt der Weg vor allem Ausdauer. Prüfungen laufen neben dem Betrieb, Semesterferien gibt es faktisch nicht, und die Abbruchquoten sind nicht klein – meist wegen dieser Doppelbelastung und nicht wegen des Stoffs. Fachlich verlangt der Einstieg Bereitschaft zum Selbststudium: Übungslabore, eigene Testumgebungen, Grundlagenzertifikate. Wer nur wartet, bis eine Schulung bezahlt wird, verliert Zeit.

Aussichten

Die Aussichten sind gut, und zwar mittelfristig verlässlich: Die Zahl der Unternehmen mit Sicherheitspflichten wächst durch NIS2 weit über die bisherigen KRITIS-Sektoren hinaus, und diese Unternehmen brauchen Personal, das es auf dem Markt nicht in ausreichender Zahl gibt. Der erste Schritt ist der schwere; danach stehen die Wege offen – in den Betrieb der Schutzwerkzeuge, in das Security Operations Center, in die Beratung oder in die Steuerung. Wer die ersten drei Jahre hinter sich hat, ist in diesem Feld gefragt.

Aufgaben

  • Meldungen mit niedriger Priorität bearbeiten und einordnen
  • Bestands-, Schwachstellen- und Maßnahmenlisten pflegen
  • Auswertungen und Berichte für Erfahrenere vorbereiten
  • Regeln und Werkzeuge in Testumgebungen ausprobieren
  • Dokumentation und Richtlinienentwürfe schreiben
  • In Praxisphasen mehrere Abteilungen kennenlernen
  • Awareness-Aktionen und Schulungen begleiten
  • Abschlussarbeit oder Projektthema fachlich betreuen lassen

Voraussetzungen

  • Abitur oder Fachhochschulreife für das duale Studium
  • Mittlerer Schulabschluss für die Ausbildung zum Fachinformatiker
  • Interesse an Systemen, Netzen und ihrer Funktionsweise
  • Bereitschaft zum Selbststudium außerhalb von Schulungen
  • Englisch für Werkzeuge, Quellen und Dokumentation
  • Ausdauer für die Doppelbelastung im dualen Studium

Wo man arbeitet

  • Luft- und Raumfahrt sowie Fahrzeugbau
  • Banken, Versicherungen und Finanzdienstleister
  • Öffentlicher Dienst und Behörden
  • IT-Dienstleister und Beratungshäuser
  • Hochschulen und Forschungseinrichtungen

Der Weg in den Beruf

Ein Ausbildungsberuf für IT-Sicherheit existiert in Deutschland nicht. Der geradeste Weg ist das duale Studium in IT-Sicherheit, Cyber Security oder Informatik mit Schwerpunkt: drei bis dreieinhalb Jahre bis zum Bachelor of Science, mit Vertrag und Vergütung beim Unternehmen, und mit Bewerbungsfristen, die oft mehr als ein Jahr vor dem Beginn liegen. Der häufigste Weg in der Praxis ist die Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration oder Anwendungsentwicklung, danach einige Jahre Betriebs- oder Entwicklungserfahrung und der Wechsel in die Sicherheit. Der dritte Weg ist das reguläre Studium mit Werkstudentenstelle.

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